Wie fängt man an …

Wie fängt man an und wie groß sind die Chancen ??

1. Auf Ersatzpräparate zurück greifen?

Sieben Sekunden, nachdem man den Rauch inhaliert hat, ist das Nikotin über die Lungenbläschen bereits ins Gehirn gelangt und hat dort verschiedene Nervenzentren angeregt.

Man fühlt sich wacher, konzentrierter und gleichzeitig gelassener. Je mehr du rauchst, desto mehr Nikotinsensoren entwickeln sich und verstärken ihr Verlangen nach der Zigarette.

Die Sensoren haben sich an die tägliche Nikotindosis gewöhnt und der Körper reagiert mit Entzugserscheinungen, wenn er kein Nikotin mehr erhält. Dagegen helfen Ersatzpräparate mit dem Wirkstoff Nikotin. Sie führen dem Körper über die Haut bzw. Mundschleimhaut kleine Mengen Nikotin zu, so dass das Rauchverlangen abnimmt aber dies muss jeder für sich selbst entscheiden, denn es geht auch ohne Ersatzmittel und wenn, dann muss man davon ja auch wieder wegkommen.

2. Rituale bewusst machen und vermeiden

Der Griff zur Zigarette ist gekoppelt an bestimmte Situationen des täglichen Lebens: z.B. an die Tasse Kaffee nach dem Essen, an die Minuten an der Bahn- oder Busstation, an Arbeitsabläufe, die volle Konzentration Verlangen, oder an den Weg zum Supermarkt.

Als zukünftiger Nichtraucher mache dir, die am besten zunächst für dich typischen Rauch-Situationen bewusst. Schreibe alle Ereignisse auf, die dich zur Zigaretten greifen lassen. Diese Auslöser solltest du dann bewusst ignorieren, z.B. keine Zigarette zur Tasse Kaffee.

Beginne mit dem abgewöhnen am besten in einer Zeit körperlicher und geistiger Ruhe und Entspannung. Dann entfallen viele typische Rauchrituale und neue Eindrücke lenken Dich vom Rauchverlangen ab.

3. Einen festen Termin für das aufhören setzen

Setze dir einen Tag „Null“, an dem du bestimmst: „Ab heute wird keine einzige Zigarette mehr geraucht.“ Du musst den festen Entschluss fassen, ab sofort überhaupt nicht mehr zu rauchen. Allmähliches abgewöhnen führt fast nie zum Erfolg.

Hast du gleichmäßig über den Tag verteilt geraucht, so kann dir vielleicht das Nikotin-Pflaster helfen. Es wird morgens an einer beliebigen Stelle aufgeklebt und abends wieder abgenommen, um nachts nikotinfrei zu sein und den Körper langsam zu entgiften.

Bei unregelmäßigem Zigarettenkonsum zum Beispiel nur zum Kaffeetrinken und abends beim Weggehen machen Nikotin-Kaugummis vielleicht mehr Sinn. So kannst Du körperliche Entzugssymptome vermeiden.

4. Das Unterbewusstsein stärken

Positive Bestärkung: Suche dir einen Satz aus, der dich ermutigt und den du dir selbst beispielsweise morgens vor dem Spiegel sagen könntest: „Ich schaffe es und ich werde stolz auf mich sein“! Klingt albern, kann das Unterbewusstsein aber tatsächlich beeinflussen.

Stelle dir dazu vor, wie dein Alltag ohne Sucht aussehen wird, was du mit dem eingesparten Geld anfangen kannst und wie locker du in Zukunft die Treppen zum Büro herauf sprinten wirst.

Mache dir klar, dass du körperlich gesünder bist, frischer aussiehst und nicht mehr nach dem blauen Qualm riechst, wenn du erst einmal aufgehört hast.

5. Die Zigarettenlücke nicht mit Süßigkeiten ausfüllen

Greife nicht zu Süßigkeiten anstatt der Zigarette, denn viele Raucher, die aufhören wollen, haben Angst vor Gewichtszunahme. Gegen das Gefühl leerer Hände helfen Handschmeichler oder Geschicklichkeitsspiele mit den Händen.

Ersetze deine Ausgaben für Zigaretten durch Dinge, die dir Freude machen, oder spare das Geld so, dass du die Sparfortschritte sehen kannst. Gut angelegt wäre es zum Beispiel auch in Kursen, die Entspannung und Stressreduktion vermitteln, oder in neue Hobbys. So verringerst du die Gefahr, dass du später aus Langeweile oder Stress wieder zur Zigarette greifst.

6. Sich selbst unter Erfolgsdruck setzen

Erzähle möglichst vielen Freunden, dass du aufgehört hast zu rauchen. Selbstvertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Und ein bisschen Druck durch prüfende Blicke kann nicht schaden.

Setze dich dadurch jedoch nicht zu stark unter Druck – sonst wird die Stress-Gefahr zu groß.

7. Raucher-Plätze am Anfang meiden

Meide am Anfang Orte und Situationen, in denen es dir besonders schwer fallen könnte das Rauchen zu unterlassen,wie Kneipen und Clubs zum Beispiel.

Wenn du dennoch ausgehst, trinke lieber Fruchtsäfte, die schmecken mit Zigaretten kombiniert schlechter als Cola oder alkoholische Getränke.

Kaue ruhig auch normale Kaugummis, um einen frischen Geschmack im Mund zu behalten. Lasse dich nicht vom Geruch der um dich herum angezündeten Zigaretten und dem Klicken von Feuerzeugen verführen wenn du diese Punkte als Ritual identifiziert hast, mache dir das vor dem Ausgehen noch einmal bewusst.

8. Regelmäßig Sport treiben

Sport beruhigt die Nerven, hebt die Stimmung und dämpft das Rauchverlangen. Besonders gut wirken Schwimmen und Mannschaftssportarten.

Fange mit einem Ausdauersport an: Wenn du deine Leistung am ersten Tag deines Exraucherlebens testet und in regelmäßigen Intervallen die Leistungssteigerung vergleichst, schaffst du gleich ein kleines Erfolgserlebnis.

9. Unterstützung durch Gleichgesinnte suchen

Hole Dir Unterstützung. Das kann zum Beispiel die Teilnahme an Gruppentreffen sein. Dort treffen sich Gleichgesinnte, die ebenso wie du fest entschlossen sind, das Rauchen aufzugeben.

Hier in unserer Gruppe bekommst du eine gute Unterstützung, denn wir geben uns auch gegenseitig Tipps und halten zusammen. Wenn du das hier liest, bist du bereits auf dem richtigen Weg …

10. Sich durch Rückschläge nicht entmutigen lassen

Keine Angst vor Rückschlägen das kann passieren, und sollte nicht deine ganze Vorarbeit gefährden. Frage dich aber, ob diese Zigarette wirklich ein Genuss war?