Zu viele junge Diabetiker rauchen

Diabetiker sollten auf Zigaretten verzichten, die für Gefäße und Nieren ähnlich schädlich sind wie erhöhte Zuckerwerte. Viele Jugendliche halten sich nicht daran

Viele Jugendliche mit Diabetes rauchen – obwohl sie über die Risiken aufgeklärt sind

Das Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme ist bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes bereits infolge der erhöhten Zuckerspiegel im Blut erhöht. Eine amerikanische Studie, die von nationalen Gesundheitsbehörden durchgeführt wurde, hat ergeben, dass rund zehn Prozent der Jugendlichen Typ-1-Diabetiker und 16 Prozent der jugendlichen Typ-2-Diabetiker rauchen. Weniger als die Hälfte der rund 3.500 befragten Kinder und Jugendlichen (10 bis 22 Jahre alt) gab an, dass sie von Ärzten oder Diabetesberatern ausdrücklich darauf hingewiesen worden seien, nicht zu rauchen.

Im Einzelnen schlüsselte sich der Anteil der Raucher in den einzelnen Altersgruppen wie folgt auf:

Typ-1-Diabetiker:
10 bis 14 Jahre: 1,3 Prozent
15 bis 19 Jahre: 14,9 Prozent
20 Jahre und älter: 27 Prozent

Typ-2-Diabetiker:
10 bis 14 Jahre: 4,4 Prozent
15 bis 19 Jahre: 12,0 Prozent
20 Jahre und älter: 37,3 Prozent

 

Rauchende Kids haben oft schlechte Blutfette

Die Studie ergab außerdem, dass rauchende Jugendliche mit Diabetes häufig weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislaufprobleme aufwiesen. Dazu zählten vor allem schlechte Blutfettwerte (erhöhte Triglyzerid-Spiegel, erhöhtes LDL-Cholesterin, niedriges HDL-Cholesterin) und, verglichen mit Nichtrauchern, Bewegungsmangel.

Rauchen ist ein wichtiger Risikofaktor für Krankheiten wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, die durch Diabetes zusätzlich gefördert werden. Da rund 90 Prozent aller Raucher bereits im Jugendalter angefangen haben, sollten, so die Autoren der Studie, jugendliche Diabetiker unbedingt über die Risken und die Notwendigkeit eines Rauchverzichts beraten werden.

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