Bayern: Shisha-Rauchen erlaubt

Verwaltungsgericht kippt Rauchverbot für Wasserpfeifen

 

In Bayern darf man wieder Wasserpfeifen rauchen

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) in München hat das bayerische Rauchverbot für Shishas gekippt. Wie bereits in einem Eilantrag festgestellt (Rauchernews berichtete), darf in einer Shisha-Bar weiter Wasserpfeife geraucht werden, wenn dazu kein Tabak benutzt wird.

Frank Mansory, der Betreiber einer Shisha-Bar in der Münchner Schwanthalerstraße, überlegte, wie er die drohende Schließung seiner Bar nach dem totalen Rauchverbot in Bayerns Gastronomie verhindern kann. Er kam auf die Idee, statt Tabak getrocknete Früchte zu benutzen und die benötigte Hitze durch Shiazo-Steine zu erzeugen.

Die Kunden nahmen das neue Konzept an, sein Laden war voll wie vor dem bayerischen Rauchverbot. Das Kreisverwaltungsreferat München (KVR) hatte zuerst Zustimmung zu dieser Art des Shisha-Rauchens signalisiert, dann aber seine Meinung geändert und dem Wirt verboten, dass in seiner Shisha-Bar Wasserpfeifen geraucht werden durften. Daraufhin klagte Mansory gegen diese Entscheidung vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof.

Das KVR München hatte in der Verhandlung argumentiert, dass ja die Bevölkerung ein totales Rauchverbot gewollt habe, und außerdem sei es für die Behörde schwer, eine Wasserpfeife danach zu kontrollieren, ob sie nun Tabak enthalte oder nicht. Anke Bombach, die Anwältin Masorys, entgegnete, dass ein ähnlicher Aufwand auch betrieben werden müsse, wenn man Autofahrer auf Alkohol kontrolliere oder wenn man Lebensmittelkontrollen durchführe.

Das Gericht folgte den Argumenten des Wirtes und seiner Anwältin. Der Vorsitzende Richter stellte klar, dass das Rauchverbot auf den Schutz vor den angeblich schädlichen Folgen des Tabakrauchens für Dritte abziele und im Gesetz nichts von getrockneten Früchten stehe.

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